Fagus-Werk
Weltkulturerbe
Damit auch mal die Geschichts- und Walter-Gropius-Liebhaber auf ihre Kosten kommen:
Carl Benscheidt dachte Arbeitsorganisation neu und strategisch. Entwicklung und Mensch standen im Mittelpunkt. Bei ihm durften die Angestellten schon 1911 warm duschen und Vorzüge genießen, die heute im Tarifvertrag geregelt sind.
Walter Gropius verpackte dies in einen seiner ersten Fabrikbauten und verlieh dem Gebäude eine Klarheit, die für einen perfekten Überblick in der gesamten Halle sorgte. Das Ersetzen der Eckpfeiler durch eine Glasfront gilt als eine architektonische Revolution.
Das Werk erlebte viele Höhen und Tiefen, verstand es aber schnell, durch Produktdiversifikation nicht nur sein Portfolio um Patente im Maschinenbau zu erweitern, sondern auch durch das Vorgelagern der Wertschöpfungskette an Unabhängigkeit zu gewinnen.
Und das alles noch vor dem Ersten Weltkrieg.
Toll toll toll toll toll.
Bis bald im Wald! 🤍💛🧡🩷💜💙💚🩵
Minigolfanlage
Bad Liebenstein
Es gibt Tage an denen der innere Schweinehund gewinnt und die Welt trüb färbt. Ich kann mich nicht aufraffen. Mein Kind will mit ihrem Papi zum Minigolfen. Ich bin eingeladen.
Nun gut. Der Schweinehund bleibt alleine zuhause.
Die Minigolfanlage in Bad Liebenstein gehört zum Bierfein. Das Bierfein gehört zur Brauerei Stupps in Steinbach. Sehr empfehlenswert.
Die Anlage ist neu. Familienkarte 22€.
Das Thema ist klar: Heimat.
Das Altensteiner Schloß, die Ruine Liebenstein, der Rennsteig und vieles mehr zieren die Insgesamt 12 Löcher.
Ich gewinne die Partie. Es gibt ein Siegerpodest aus Baumstumpfimitaten. Foto? Foto! Ich stehe zwar auf dem höchsten Podest, nichtsdestotrotz bin ich jetzt gerade mal auf Augenhöhe zu meiner starken Konkurrenz.
Bis bald im Wald 🤍💛🧡🩷💜💙💚🩵
Großschwabhausen - Jena Paradies · 13 km · 190hm · 11.07.2026
Auf ins Paradies
"Ich bin den ganzen Tag dort" sagt meine Freundin.
Ihr Freund legt auf...Techno, House...was auch immer.
Ich mag die Musik nicht,
aber ich mag meine Freundin.
Also auf, auf.
Ich verschwende keinen Gedanken an die Reise. Die DB-App sagt in welchem Zug ich sitzen muss. Komoot übernimmt den Rest.
Viele Orte kommen mir bekannt vor. Vom Jena-Kenner Nr. 1 meiner Liste. Er ist der Einzige Jena-Kenner auf meiner Liste. Ich habe gar keine Liste.
Nun gut. Ich steige in Großschwabhausen aus und laufe in der Sonne am Sonnenblumenfeld entlang. In Gedanken beglückwünsche ich mich dafür genau zu der Zeit hier lang zu latschen während die Sonne am höchsten steht. Kein Toll dafür.
In der Gaststätte Vollradisroda sind die Schattenplätze belegt. Ich finde Schatten im Wald und einen Stempelkasten. Ich bin auf Schotterwege eingestimmt und meine Gedanken sind überall. Nur nicht beim richtigen Weg. Ich bin falsch und gehe zurück. Auf einen Trampelpfad. Toll.
Es dauert nicht lange und ich stehe beim Ernst-Heackel-Denkmal. In der prallen Sonne.
Es ist still. Das Auge schweift in die Ferne. Über Jena hinweg. Ich schwitze.
Ich höre die Musik und folge ihr.
Schaue auf die Jenaer Horizontale auf der anderen Seite der Stadt, laufe die Saale entlang.
Die Musik wird immer lauter. Ich gehe in der Menschenmasse unter. Ich kenne keinen und keiner kennt mich. Fahrradfahrer schlängeln sich durch die Passanten.
Ich komme dem Cafe´ immer näher und sehe meine Freundin. Wir grinsen uns an. Ich kenne sie. Sie kennt mich. Wir sind Vertraut. Reden. Es ist wie im Paradies.
Bis bald im Wald 🤍💛🧡🩷💜💙💚🩵